Die klassische Dekoration für ein zünftiges Halloweenfest ist ein Kürbis mit einem geschnitzten Gruselgesicht, das möglichst schaurig wirken soll.
Diese alte irische Tradition geht zurück auf den alten Trinker und Betrüger Jack O., dessen Laterne mit dem Kürbis dargestellt wird. Der Sage nach hatte der geizige Hufschmidt, den Teufel einige Male ausgetrickst und daraufhin blieb ihm nach seinem Tod der Zugang sowohl zum Himmel als auch zur Hölle verwehrt. Deshalb bekam er vom Teufel ein Stück des Höllenfeuers und wandelte von nun an mit seiner Laterne zwischen den Welten. Der noch heute gebräuchliche Kürbis stellt die Laterne von Jack O. dar.
Zunächst wird der Kürbiss aufgeschnitten, dies sollte möglichst sauber geschehen, da der Deckel als Verschluss für die Laterne dient. Das Messer möglichst vorne etwas nach innen geneigt halten, damit der Deckel bequem wieder aufgesetzt werden kann. Die Größe des Lochs muss so gewählt werden, dass die Hand mit dem Löffel zum Aushöhlen bequem hindurch passt. Die Form des Deckels kann sternförmig, viereckig oder auch rund sein.
Dann wir der Deckel beiseite gelegt und mit dem Herausschaben des Fruchtfleisches begonnen. Dieses wird mit dem Löffel großzügig herausgelöffelt und in einer Schüssel oder einem Topf gesammelt. Die Wand der Kürbislaterne sollte am Ende nicht so dick sein, damit das Schnitzen des Gesichts später einfacher von statten geht. Eine Wandstärke von 2cm ist zu diesem Zweck optimal. Oben nicht ganz so dünn, damit der Deckel fest sitzt. Der ausgehöhlte Kürbis kann nun sein Gesicht bekommen.
Alle die sich unsicher sind, zeichnen das Gruselgesichts mit einem Filzstift vorher auf. Nicht ganz so kreative Bastler können im Internet oder im Handel Vorlagen für diese Halloween Gesichter finden. Nun kann mit einem Messer ein Gesicht geschnitzt werden. Dabei sollte man sich Zeit nehmen, denn einige verrissene Schnitte können den Kürbis ruinieren. Werden die Schnittflächen mit Vaseline eingerieben, trocknen und fransen die Ränder später nicht so schnell aus.
Wenn das Gesicht fertig ist, wird eine Kerze, am besten ein Teelicht, in den Kürbis gestellt und der Deckel aufgesetzt. Nach Einbruch der Dunkelheit kann die Laterne in all ihrer Schönheit bewundert werden.
Damit ein solcher Kürbis möglichst lange schön aussieht, gibt es einige kleine Tricks, die ihn am Schimmeln oder Zusammenschrumpeln hindern. Wenn der Kürbis möglichst kühl und nicht den ganzen Tag in der Sonne steht, bleibt er lange frisch. Auch kann der Kopf nach der Bearbeitung mit Lack oder Haarspray eingesprüht werden damit er nicht so schnell austrocknet. Wird der ausgehöhlte Kürbis mit Essigwasser ausgespült, setzt die Schimmelbildung wesentlich langsamer ein. Wenn die Grusellaterne immer mal wieder in einen Wasserkübel gestellt wird, sieht sie danach wieder schön frisch aus.