Yaggs Websuche

Wie man eine Krawatte bindet

Yaggs Kategorien:
Yaggs.de:Anleitungen:Mode
Yaggs.de:Mode:Accessoires

Geschichte der Krawatte 

Die Geschichte der Krawatte reicht bis ins alte Ägypten zurück. Schon damals knotete sich die höhere Gesellschaft Tücher um den Hals, als Zeichen ihres Status. Die Krawatte im heutigen Stil kennen wir allerdings erst seit Ende des 19. Jahrhunderts. Sie löste im Sinne des Langbinders das damalige Halstuch ab und nahm ihren Platz in der Modewelt ein. Um zur damaligen Zeit die Form einer Krawatte zu bewahren, bediente man sich oft einer Unterkrawatte mit fester Einlage, für eine korrekte Kopf- und Körperhaltung. Als sich Mitte des Jahrhunderts die Mode änderte, musste auch die Krawattenform entsprechend angepasst werden. Die Männerwelt wurde aktiver und so wurde auf einfachere Weise die Enden der Schleifen zu verschiedenartigen Knoten zusammengebunden.

Wahl eines Krawattenknotens 

Die Mode variiert seither in Breite, Stoffart, Farben und Mustern. Je nach Typ oder Anlass ist das Angebot sehr groß. Bei der Auswahl einer Knotenart sollte man vor allem das Farbmuster, die Breite, und die Länge der Krawatte, aber auch den persönlichen Stil beachten. So passt zu einem kleinen, schmalen Mann eine breite Krawatte mit großem Knoten genauso wenig, wie einem großen, kräftigen Mann eine schmale Krawatte mit kleinem Knoten steht. Auch sollte die Form des Hemdkragens beachtet werden: Zu einem Kragen mit schmalen Ecken sollte auch ein schmaler Knoten gebunden werden und anders herum zu breiten Ecken ein breiter Knoten.

Auch die Stoffart spielt beim Binden eine entscheidende Rolle. Bei Seide kann der Knoten ruhig mehrere Verflechtungen haben, wobei man bei Wolle besser eine einfachere Variante wählt.

Four In Hand Knoten 

Zu den einfacheren Knoten gehört der "Four In Hand “ Krawattenknoten. Dabei wird die Krawatte so um den Nacken gelegt, das das breitere Ende vorne rechts liegt und um einiges länger herunterhängt als das schmalere Ende links. Nun fasst man das breitere Teil mit der rechten Hand und legt es über das schmale Teil nach links, das mit der linken Hand festgehalten wird. Als nächstes wird das links liegende breite Teil unter dem schmalen Teil wieder nach rechts und über das schmale Teil, dieses immer noch mit der linken Hand festgehalten wird, wieder nach links gelegt. Eine leichte Form des Knotens ist nun schon zu sehen. Nun schiebt man das umgewickelte rechte Teil am schmalen Teil Richtung Hals. Aber Vorsicht, dass das schmale Teil nicht zu lang dabei wird. Das breite Teil wird nun mit der rechten Hand von unten nach oben durch die Halsschlaufe gezogen und durch den angedeuteten, entstehenden Knoten, über das schmale Teil nach unten gelegt. Nun kann der Knoten Richtung Hals geschoben werden wobei darauf zu achten ist, das keine Delle entsteht und der obere Knoten den Unteren verdeckt. Die Enden sollten nun etwa gleichlang sein.

Windsor Knoten

Der Windsor Krawattenknoten ist ein Doppelknoten. Deshalb sollte der breitere Teil der Krawatte auch erheblich länger als der schmalere Teil herunterhängen. Die Krawatte wird wieder um den Hals gelegt, breite Seite rechts, schmale Seite links. Das schmale Teil wird fest mit der linken Hand festgehalten. Mit der rechten Hand führt man das breite Ende über das Schmale nach links und wieder zurück unter dem Schmalen nach rechts, dann durch die Halsschlaufe von oben nach unten, über den schon vorhandenen, angedeuteten Knoten auf die rechte Seite. Die Unterseite des breiten Krawattenteils ist nun sichtbar. Als nächstes nimmt man den breiten Teil und legt ihn nach links um den halben Knoten herum. Nun wird das links liegende breite Teil durch die Halsschlaufe von unten nach oben gezogen und zieht es anschließend vorne durch den halbfertigen Knoten. Der Knoten kann nun durch Festhalten des schmalen Teils nach oben gezogen werden.

Kreuzknoten

Ein sehr eleganter Krawattenknoten, besonders anzuwenden bei feinen Materialien, ist der Kreuzknoten. Auch hier legt man die Krawatte um den Hals, die breite Seite rechts erheblich länger, die schmale Seite links. Das breite Teil wird über das Schmale nach links und wieder zurück unter dem schmalen nach rechts mit der rechten Hand geführt. Die linke Hand hält das schmale Teil fest. Nun wird das breite Teil um das um den Hals liegende Teil von oben nach unten auf der rechten Seite gezogen, wobei die Unterseite der Krawatte nun sichtbar ist. Als nächstes legt man das breite Teil über den Knoten nach links, locker unten durch wieder nach rechts und gleich wieder über den angedeuteten Knoten Richtung Schulter nach links. Nun nimmt man mit der rechten Hand das Ende des breiten Krawattenteils, zieht es von unten nach oben durch die Halsschlaufe und steckt es wiederum von oben nach unten durch den angedeuteten Knoten. Das schmale Teil festhalten und den Kreuzknoten nach oben zum Hals schieben.

St. Andreas Knoten

Eine weitere Variante des Krawattenknotenbindens ist der Sankt-Andreas Knoten. Wie bei allen Knoten, Krawatte um den Hals, rechte, breite Seite um einiges länger als die linke schmale Seite, diese mit der linken Hand festgehalten wird. Die Breite legt man bei diesem Knoten unter der schmalen Seite durch nach links, wobei die Unterseite der Krawatte oben liegt, und wieder zurück über die schmale Seite nach rechts, rechte Seite liegt wieder sichtbar. Nun führt man die breite Seite nochmals unter der Schmalen durch nach links, so das auch dieses mal die Unterseite des breiten Krawattenteils zu sehen ist und führt diesen von oben nach unten, durch die Halsschlaufe wieder auf die rechte Seite. Als nächstes schlägt man das breite Teil über den angedeuteten Knoten nach links, zieht ihn nochmals durch den Halsausschnitt von unten nach oben und steckt die Spitze des breiten Teils durch den dadurch entstehenden Knoten nach unten. Nun schiebt man mit festgehaltenem schmalen Ende den Knoten nach oben Richtung Hals und richtet ihn zu einem guten Sitz aus.

 

Es gibt noch viele Arten und Variationen, die je nach Typ, Krawattenart und Material, angewendet werden können. Unter anderem gehören zu diesen auch der Balthus, der Hannoveraner, der Kelvin, der Victoria und der Cavendish Knoten. Sonderknoten wie z.B. der Atlantik oder der Diagonal rechts sind Abwandlungen der normalen, bzw. Standartknoten. Einige Arten von Knoten erfordern auch besonderes Geschick, das jedoch nach einigen Übungsstunden schnell zu erreichen ist.

Weitere Informationen 

We Love Ties | Anleitung Krawattenknoten
Yaggs Blog | Datenschutzerklärung | Impressum | RSS letze Einträge | RSS neueste Benutzerbeiträge